Vollmachten und Verfügungen
Vollmachten und Verfügungen: Selbst bestimmen, wenn man es nicht mehr kann.
Viele Menschen gehen davon aus, dass Ehepartner oder Kinder automatisch Entscheidungen treffen dürfen, wenn sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Tatsächlich ist das nur sehr eingeschränkt möglich. Wer sicherstellen möchte, dass die eigenen Wünsche respektiert werden, sollte sich frühzeitig mit Vollmachten und Verfügungen beschäftigen.
Warum Vorsorge so wichtig ist
Ein Unfall, eine schwere Erkrankung oder eine altersbedingte Einschränkung können jeden unerwartet treffen. In solchen Situationen müssen oft wichtige Entscheidungen getroffen werden:
- Wer kümmert sich um Bankgeschäfte?
- Wer darf mit Ärzten sprechen?
- Wer entscheidet über medizinische Behandlungen?
- Wer regelt behördliche Angelegenheiten?
Ohne entsprechende Vorsorgedokumente kann es notwendig werden, dass ein Gericht einen Betreuer bestellt. Das lässt sich in vielen Fällen durch rechtzeitige Vorsorge vermeiden.
Die drei wichtigsten Dokumente
1. Vorsorgevollmacht
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die in Ihrem Namen handeln dürfen. Dies betrifft zum Beispiel:
- Vermögensangelegenheiten
- Bankgeschäfte
- Behördenkontakte
- Gesundheitsfragen
- Wohnungsangelegenheiten
Die bevollmächtigte Person kann sofort oder erst im Bedarfsfall tätig werden, je nach Ausgestaltung der Vollmacht.
2. Patientenverfügung
In einer Patientenverfügung halten Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen, wenn Sie selbst nicht mehr entscheidungsfähig sind.
Typische Themen sind:
- lebenserhaltende Maßnahmen
- künstliche Ernährung
- Beatmung
- Schmerzbehandlung
Damit entlasten Sie Angehörige und geben Ärzten eine klare Orientierung.
3. Betreuungsverfügung
Falls dennoch eine gesetzliche Betreuung erforderlich werden sollte, können Sie in einer Betreuungsverfügung festlegen, wer als Betreuer eingesetzt werden soll. Ebenso können Sie Personen benennen, die diese Aufgabe keinesfalls übernehmen sollen.
Ein Geschenk für die Familie
Vollmachten und Verfügungen sind nicht nur ein Schutz für die eigene Person. Sie entlasten auch Angehörige in einer oft emotional sehr belastenden Situation. Wer seine Wünsche schriftlich festhält, vermeidet Unsicherheiten, Streitigkeiten und Verzögerungen.
Mein Tipp
Überprüfen Sie bestehende Vollmachten und Verfügungen regelmäßig. Familiäre Verhältnisse, Vermögenswerte oder persönliche Vorstellungen können sich im Laufe der Jahre ändern. Eine Aktualisierung alle paar Jahre sorgt dafür, dass die Dokumente weiterhin Ihren aktuellen Wünschen entsprechen.
Fazit: Vorsorge bedeutet nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Vorsorge bedeutet, Verantwortung für sich selbst und seine Familie zu übernehmen. Wer rechtzeitig handelt, behält auch dann die Kontrolle über wichtige Entscheidungen, wenn er sie eines Tages nicht mehr selbst treffen kann. Ich helfe Ihnen bei der Erstellung. Vereinbaren Sie einen Termin unter 08053 79540.









